LEMONY THYME PARSLEY ROOT SOUP

Wurzelgemüse wird meiner Meinung nach total unterbewertet. Manch einer von uns ist vermutlich noch von Omas zerkochtem Gemüse traumatisiert und würde sich niemals freiwillig an die Welt der Knollen und Wurzeln herantrauen. Aber ich sage, es gibt Hoffnung. Wurzelgemüse ist toll, wenn man es richtig zubereitet. Heute steht Petersilienwurzel auf dem Menü. Ein Wurzelgemüse dem außerhalb seiner Verwendung als Suppengrün, leider viel zu selten Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wie der Name schon sagt, gehört die Petersilienwurzel zur Familie der Petersilie und besteht aus einer weißen wurzeligen Rübe und grünen Blättern die ähnlich wie Petersilie aussehen und auch so schmecken. Wir widmen uns heute jedoch nur der weißen Rübe. Die Petersilienwurzel ist meiner Meinung nach ein sehr rustikales Gemüse und hat einen süßlichen Geschmack mit einem würzigen Petersilienaroma. Diesen intensiven Geschmack verdankt die Petersilienwurzel seinen ätherischen Ölen, die wir später durch das Rösten im Ofen noch herauskitzeln werden. Neben dem tollen und besonderen Geschmack, ist die weiße Wurzel noch eine kleine Vitamin- und Mineralienbombe. Kalzium, Eisen, B-Vitamine und besonders viel Vitamin C sind in der Petersilienwurzel enthalten und machen sie immer mehr zu einem Powergemüse. Zur Freude unseres Geldbeutels, ist sie außerdem noch extrem günstig.

 

 

 

 

Damit besonders viel von dem besonderen Geschmack der Petersilienwurzel herauskommt, werde ich sie im Ofen rösten. Bei einer relativ niedrigen Temperatur wird der natürliche Zucker in den Rüben herausgekitzelt und schmeckt so unglaublich aromatisch süß. Die weißen Rüben waschen und schälen, die Enden abschneiden und der Länge nach vierteln. Dann verteile ich sie auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und würze sie mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer.

 

 

 

Ich möchte den Eigengeschmack der Petersilienwurzel nicht verfälschen, daher kombiniere ich sie nur mit Zitrone und Thymian.

 

 

Vor einiger Zeit habe ich ein Zitronen-Thymian-Öl gemacht und ziehen lassen. Dafür einfach einige Thymianzweige und die Schale einer Biozitrone in ein Einmachglas geben und mit Olivenöl füllen bis alles abgedeckt ist. Die Mischung dann mindestens ein paar Tage ziehen lassen, danach ist es für alle möglichen Gerichte Einsatzbereit. Wie man sieht, habe ich mein Öl schon fast komplett aufgebraucht :). Das aromatisierte Öl werde ich später zur fertigen Suppe geben. Den frischen Geschmack von Thymian und Zitrone möchte ich aber auch in der Suppe haben und verteile daher noch ganze Thymianzweige auf dem Blech, die ich später wegnehmen werde. Eine Biozitrone schneide ich in relativ dünne Scheiben und lege sie mit 4-5 ganzen Knoblauchzehen aufs Blech. Der Thymian, die Zitrone und der Knoblauch dienen nur zur Aromatisierung und werden nicht mit den Petersilienwurzeln püriert. Nur die gerösteten Zitronen verwende ich später als Deko. Sie sind einfach viel zu schön zum wegschmeißen und wer den bitteren Geschmack mag, kann sie auch mitessen. Den Knoblauch lasse ich in der Haut, dadurch wird er zuckersüß und weich und wer Knoblauch gut verträgt kann gerne ein zwei zum Pürieren dazu geben. Gerösteter Knoblauch ist nämlich göttlich und stinken tut man auch nicht nachdem man ihn gegessen hat.

 

 

 

Nach etwa 40 Minuten nehme ich die gerösteten Petersilienwurzeln aus dem Ofen und stelle sie erst einmal bei Seite.

 

 

 

In einem mittelgroßen Topf erhitze ich 600 ml Wasser, 300 ml ungesüßte Mandelmilch, 1-2 Lorbeerblätter und ein paar eingelegte Zitronenschalen. Dann gebe ich die Petersilienwurzeln dazu und lasse alles zusammen etwa 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln. Die Lorbeerblätter herausnehmen und die Suppe in einen Mixer geben. Wer mag kann jetzt noch den gerösteten Knoblauch dazugeben. Das Ganze pürieren, zurück in den Topf geben und gegebenfalls nochmal mit Wasser verdünnen und erhitzen.

 

 

 

 

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in die Schalen abfüllen, mit dem Thymian-Zitronen-Öl beträufeln und nch Wunsch mit den gerösteten Zitronenscheiben und Thymianzweigen dekorieren.

 

 

ZUTATEN {2 Personen}

 

6-8 Petersilienwurzeln

5-6 Thymianzweige

1 Biozitrone

4-5 Knoblauchzehen

600 ml Wasser

300 ml Mandelmilch {ungesüßt}

1-2 Lorbeerblätter

Olivenöl

Salz & Pfeffer

Zitronenöl {wie oben beschrieben, einige Tage zuvor vorbereiten und ziehen lassen}

Fleur de sel

 

ZUBEREITUNG

 

1| Den Ofen auf 160°C Umluft {170 Ober-/Unterhitze} vorheizen. Die Petersilienwurzeln waschen, schälen und der Länge nach vierteln. Je nach Größe noch halbieren. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen.

 

2| Eine Biozitrone waschen und in relativ dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Thymian und den Knoblauchzehen zu den Petersilienwurzeln geben. Mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles zusammen in den Ofen geben und weichrösten.  Wenn die Zitronen vor Ablauf der Zeit dunkel werden, herausnehmen. Nach etwa 40 Minuten das Gemüse herausnehmen und bei Seite stellen. Thymianzweige und Knoblauch entfernen und pro Person zwei Stücke Petersilienwurzel für die Deko zur Seite legen.

 

3| In einem mittelgroßen Topf das Wasser und die Mandelmilch zusammen mit den Lorbeerblättern erhitzen. Die Petersilienwurzeln und ein paar eingelegte Zitronenschalen zum Sud geben und 10 Minuten leicht köcheln lassen.

 

4| Lorbeer herausnehmen und alles in einem Mixer oder mit einem Stabmixer samtig pürrieren. Hier könnt Ihr ggf. den Knoblauch dazu geben. Je nach Konsistenz etwas Wasser nachgießen. Zurück in den Topf geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. nochmal kurz erhitzen.

 

5| Die sämige Suppe in Schalen abfüllen und mit dem Thymian-Zitronen-Öl beträufeln. Mit einer Scheibe gerösteter Zitrone, ein paar Stücken Petersilienwurzel und einem Zweig Thymian dekorieren. Eine Prise Fleur de Sel dazugeben.

 

6| Etwas knuspriges Brot dazu und servieren.

 

 

 

 

 

Die Suppe ist minimalistisch aber so intensiv im Geschmack. Ein bisschen Brot dazu und genießen.

Mmmh lasst es Euch schmecken Ihr Lieben. xx

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