POWERRIEGEL MIT ORANGE UND ZIMT

Wer kennt das nicht: jeden Morgen, raus aus dem Bett, sich im Akkord fertig machen und auf zur Arbeit. Dabei vergessen wir oft zu frühstücken oder einen nährstoffreichen Snack mitzunehmen. Die Arbeit wird immer mehr, aber unsere Leistung fällt ab und das hat für uns Konsequenzen. Wir sind müde, lustlos oder sogar gereizt, haben weniger Energie für die Arbeit aber auch fürs Private, unser Immunsystem wird anfälliger und wir werden krank. Sei es nur eine Erkältung oder schlimmer, eine chronische Erkrankung, wir müssen unserem Körper mehr Gutes tun.

Oft greifen wir unterwegs noch schnell einen Kaffee und vielleicht einen Powerriegel fürs gute Gewissen. Aber achtet Ihr eigentlich auf die Zutaten? So ein kleiner, unscheinbarer Riegel kann viel Zucker und Fett enthalten, die unser Körper nicht gut verwerten kann.

Weißer, raffinierter Zucker ist nämlicher ein „leerer“ Energielieferant. Er sorgt vorerst für einen rapiden Anstieg des Insulinspiegels, wir fühlen uns „aufgeputscht“ und haben einen plötzlichen Energieschub. Doch der Schein trügt, genauso schnell fällt nämlich der Insulinspiegel in den Keller. Wir bekommen Heißhunger, werden müde, sind schlapp und genervt. Um den Insulinspiegel auf einem konstanten Level zu halten, müssen wir unseren Körper mit Zuckerarten versorgen, die keinen Achterbahnartigen Zustand verursachen und uns über längere Zeit die benögtigte Energie liefern, die wir für den Tag brauchen. Aber auch Fette sind wunderbare Energielieferanten.

Die „guten“, ungesättigten Fette die in Nüssen vorkommen, sind genau was wir für einen aktiven Alltag brauchen. Zudem stecken in Nüssen viel Eiweiß und Mineralstoffe und das ist gut für Muskeln und Gehirn. Statt nach den zuckersüßen und überteuerten Powerriegeln im Supermarkt oder in den bekannten Kaffeehäuserketten, die ihre Theken mit Leckereien prall gefüllt haben, zu greifen, mache ich einfach meine eigenen. Nüsse habe ich eigentlich immer vorrätig, denn wenn du dich Paleo ernährst wie ich, dann stecken die kleinen Energiebomben plötzlich in jeder Mahlzeit oder tummeln sich als Snack in der Handtasche.

Also stelle ich eine Mischung zusammen aus Nüssen und Samen die ich Zuhause habe {Walnüsse Mandeln Kürbiskerne Sesam Chia}.

Die Walnüsse und Mandeln weiche ich über Nacht in einer Schüssel mit Wasser und einem Teelöffel Salz ein und wechsle einmal das Wasser.

Wieso einweichen? Die Haut der Nüsse enthält Enzyme die zum einen den Verdaungsvorgang erschweren aber auch die Aufnahme der essentiellen Nährstoffe im Körper hemmen. Nach dem Einweichen breite ich sie auf einem Handtuch aus und lasse sie lufttrocknen. Dann kann man sie im Kühlschrank aufbewahren und für Nussmilch oder Nussbutter verwenden. Angeröstet mit Salz und Gewürzen, perfekt zum Knabbern!

Die Hälfte der Nuss-Samen-Mischung röste ich im Ofen, so kommen die natürlichen Fette raus und verleihen den Riegeln ein wunderbares Aroma. Dann grob hacken. Die andere, ungeröstete Hälfte zusammen mit der Hälfte der getrockneten Früchte in einem Zerkleinerer zu einem groben Mehl verarbeiten. Wichtig ist dabei, dass es nicht zu fein wird aber die Riegel später gut zusammenhält. 

Mit den restlichen Zutaten gut vermischt, wandert die fest in eine Kastenform gedrückte Riegelmischung in den Ofen. Könnt ihr euch vorstellen wie meine Wohnung riecht? Geröstete Nüsse, fruchtige Cranberries und Korinthen, Zimt und Orangenschale! Wie eine Duftkerze, aber zum Reinbeißen...

Nach 20 Minuten kann es raus aus dem Ofen. Komplett Abkühlen lassen und in portionsgerechte Stücke schneiden. Denkt dran, dass die selbstgemachten Riegel zwar die bessere und gesündere Wahl sind als die meisten vom Supermarkt, dennoch steckt in ihnen viel Energie, Fett und so auch viele Kalorien. Also in Maßen genießen, damit es später nicht doch an der Hüfte hängt.

Ich packe die Riegel erst einzeln in Butterbrotpapier und dann zusammen in eine verschliessbare Gefriertüte ein. Im Kühlschrank aufbewahrt, halten die Riegel etwa eine Woche aber ihr könnt  sie auch im Gefrierfach lagern. So halten sie länger und sind eisgekühlt auch lecker.

Für die Weihnachtszeit eignen sich sie sich auch wunderbar zum Verschenken.Ob rustikal in Butterbrotpapier eingewickelt und mit einem Bändchen zusammengebunden oder in einer süßen, kleinen Box gestapelt,  es gibt sicherlich ein paar Kollegen oder Freunde die sich über so ein leckeres Geschenk freuen werden.

Zutaten 

 

190 gr gehackte + 190 gr ganze Nüsse nach Wahl {Walnüsse Mandeln Kürbiskerne Sesam Chia}

65 gr + 65 gr getrocknete Früchte {Korinthen Cranberries}

50 gr Leinmehl

Schale einer Bio-Orange

1 TL Zimt

Mark einer Vanilleschote

50 gr Honig {vegan Agavensirup Ahornsirup}

2 EL Kokosöl

3 EL Cashewbutter

 

 

Zubereitung

 

1. 260 gr der 450 gemischten Nüsse in einem Zerkleiner zu einem groben Mehl mahlen. Am besten mehrmals pulsieren denn es sollen noch kleine Stücke zu sehen sein.

 

2. Das Mehl zu den gehackten Nüssen, gehackte Früchten, Leinmehl und Orangenschale geben.

 

3. In einem kleinen Top Honig, Kokosöl, Cashewbutter, Zimt und Vanilleschotenmark bis kurz vor dem Aufkochen erwärmen und sofort über die Nuss-Fruchtmischung geben. Alles gut verrühren, in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform { ca 22 x 22 cm] geben und mit den Händen  gleichmäßig in die Form drücken. Mit der flachen Hand die Masse nach unten und in die Ecken drücken. Im vorgeiheizten Ofen bei 160C° 20 min backen.

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